Eschatologie PDF Drucken E-Mail
(von griech.: es'chaton: Ende)

Theologische und philosophische Lehre von den letzten Dingen. Sie befasst sich sowohl mit dem Ende der Welt als auch dem Schicksal der Einzelnen. Die Lehre von der Auferstehung, von Himmel und Hölle und vom jüngsten Gericht sind wesentliche Bestandteile der Christlichen Eschatologie. Auch bei den alten Ägyptern finden wir die Vorstellung von einem Totengericht. Die Vorstellung von Himmel und Hölle ist auch in anderen Kulturen nachweisbar, wie z.B. in der griechischen  Mythologie (Elysium, Hades) und in der germanischen Edda.

Ausführlich beschrieben wird die Endzeit als apokalyptische Zeit der Bedrängnis in der Offenbarung des Johannes. Verbunden mit der Vorstellung einer kommenden Katastrophe ist die Lehre von der Wiederherstellung der ursprünglichen Vollkommenheit der Welt durch Christus. In der persischen Religion wird der Weltuntergang durch eine große Feuersbrunst prophezeit, wobei nach einer moralischen Prüfung der Gott Mazda die Guten rettet.

Oft treten eschatologische Bewegungen in Krisenzeiten und Zeitenwenden auf und spiegeln die Zukunftsängste und -erwartungen der Menschen wider. Die wichtigste Tugend in diesem Zusammenhang ist die Hoffnung, die gleichzeitig eine christliche Kardinaltugend darstellt. Aber auch in der Philosophie spielt Hoffnung angesichts von Tod, Leid, Schuld und Ungewissheit eine bedeutende Rolle. Sie gibt dem menschlichen Leben Sinn und Ausrichtung.


Autor: Helmut Müller
 
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