Bahai Religion PDF Drucken E-Mail

Im 19. Jh. aus dem Babismus entstandene Offenbarungsreligion. Die Bahai-Religion wurde gestiftet von Mirza Husain Ali, genannt Baha Ullah („Herrlichkeit Gottes” *1817, +1892). Er verkündete, dass es eine Kette von göttlichen Offenbarern bzw. Manifestationen Gottes gibt, unter anderem Zarathustra, Buddha, Jesus, Mohammed und Baha Ullah, und erstrebt ein neues Zeitalter des Friedens sowie eine universelle Religion.

Der Glaube fußt auf dem Grundsatz der Einheit: Einheit Gottes, der Religionen und der Menschheit. Daraus ergibt sich die Gleichheit, die gegenseitige Liebe aller Menschen ohne Ansehen von Geschlecht, Rasse, Nation. Gefordert werden unter anderem die Gleichstellung von Mann und Frau und die Herstellung einer Harmonie und Synthese von Wissenschaft und Religion sowie die Ausbildung einer so genannten internationalen Hilfssprache, die Bildung eines internationalen Schiedsgerichtshofes und eines Weltparlamentes und einer Weltregierung. Diese für das 19. Jh. wahrlich revolutionären und prophetischen Forderungen sind heute sehr aktuell.

Besonders werden im Bahai-Glauben die sozialen Aspekte gefördert. Die Religion kennt weder Rituale noch hauptamtliche Priester und Geistliche. Im Iran werden die Anhänger seit der Revolution (1979) verfolgt und hingerichtet. Die Anzahl der Mitglieder beträgt weltweit ca. sechs Millionen.

Autor: Helmut Müller
 
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