Das Apeiron
altgriechisch für „das Unendliche, Unbestimmte“.
Nach
dem vorsokratischen Philosophen Anaximander (611 – 546 v. Chr.) der
Ursprung und das Ende aller Dinge. Aus diesem Ureinen entwickeln sich
die gegensätzlichen weltlichen Begriffe wie z.B. Tag und Nacht, Sommer
und Winter etc. Diese haben nur eine begrenzte zeitliche Lebensdauer,
weil die Existenz des einen die des anderen ausschließt. Aus einem
kosmischen Gerechtigkeitsprinzip heraus muss deswegen der Tag der
Nacht, der Sommer dem Winter usw. weichen. Hinter allem jedoch steht
das unendliche, unfassbare Apeiron, die große Mutter aller Dinge.
Diese Lehre gleicht auf verblüffende Weise der vom Tao, aus dem das Gegensatzpaar Yin und Yang entsteht.
Das
6. vorchristliche Jahrhundert, in dem so viele große Meister nahezu
zeitgleich und völlig unabhängig voneinander ihre Lehren entwickelten,
kann deswegen mit Fug und Recht als eine „Achsenzeit der
Philosophiegeschichte“ bezeichnet werden.
|
|
Letzte Aktualisierung ( Montag, 14. Juli 2008 )
|